Ich erwarte dich … wirklich?!

Ja, ich glaub an Dich, dass Du Wunder tust
wie vor tausend Jahr’n wirkst Du hier und jetzt.

Ich erwarte Dich,
weil Du mir versprichst:
Du bist – ein Gott der Wunder

Yada Worship – Gott der Wunder

Als ich heute im Gottesdienst diesen Liedrefrain hörte, gingen bei mir ein paar Warnlampen im Kopf an.
Ich weiß wohl und erlebe, dass Gott in meinem und im Leben anderer Wunder tut.
Aber erwarte ich ihn? Erwarte ich, dass Gott in meinem Alltag Wunder tut?
Erwarte ich ihn mit seiner Kraft und seinen Möglichkeiten in meinem Leben?
Erwarte ich, dass er möglich macht, was bei Menschen unmöglich ist?

Wenn ich ehrlich bin, dann erwarte ich gewissen Dinge von Gott, wie zum Beispiel, dass
… er mich versorgt (nicht nur mit Essen und einem Dach über dem Kopf, sondern auch mit allem, was ich sonst brauche)
… ich mich immer auf ihn und seine Hilfe verlassen kann
… er jederzeit Zeit hat für mich und mein manchmal vorhandenes „Lebenschaos“ sortiert

Es ist für mich an manchen Stellen „normal“ geworden, dass Gott es schon irgendwie machen wird – so normal, dass ich deshalb nicht mehr wirklich darauf warte. Es ist eigentlich super, wenn Gottes Wirken zur „Normalität“ zählt, aber ich darf weder die Dankbarkeit dafür verlieren, noch das Herbeisehnen von ihm und seinem Wirken. Verstehst du, was ich meine? Erwarten ist doch schließlich etwas Aktives, oder?

Ich habe mich heute sozusagen dabei ertappt, dass ich meinen Gott, der Wunder tut, sehr wenig in meinem Alltag erwarte.
In Herausforderungen oder schwierigen Situationen steht es völlig außer Frage, dass ich aktiv bete, dass ich ihm, menschlich gesagt, mit meinen Anliegen „auf die Nerven“ gehe und sein Eingreifen herbeisehne (besser gestern als heute).

Aber Gott passt eigentlich gar nicht in diese „Ich bin nur in der Not da“-Schublade!
Er freut sich vielmehr, wenn wir unser Leben (also auch unseren Alltag !) mit ihm teilen. Ihn teilhaben lassen, an Freud und Leid. Ihm Raum geben, um zu wirken, um uns mit seiner Liebe und seinen Wundern zu überraschen. Er freut sich, wenn wir ihn aktiv erwarten, uns herbeisehnen, dass er kommt (in unser Leben und auch am Ende der Welt).

Ich will neu lernen nicht nur in meinen Nöten, Gott, sein Handeln und seine Wunder zu erwarten! Er kann schließlich die selben Wunder tun wie vor tausend Jahren und noch viel mehr!

Gott, ich…

E warte dich
R ichte meinen Blick auf dich
W ünsche mir dich herbei
A chte auf deine Fußspuren in meinem Alltag
R echne mit deinen Wundern
T rachte nach deinem Reich
E rwarte dich von Herzen – jederzeit!

Dich

Erwartest du Gott?