Seid immer fröhlich. Hört nicht auf zu beten. Was immer auch geschieht, seid dankbar, denn das ist Gottes Wille für euch, die ihr Christus Jesus gehört.
1. Thessalonicher 5,18
Jetzt ist der letzte Beitrag doch schon eine ganze Weile her und in der Zwischenzeit einiges passiert. Zeit, um zurück zu schauen, Zeit, um dankbar zu sein, um dem Ehre zu geben, der uns jeden Tag so reich beschenkt hat und beschenkt.
Lange haben wir auf unser kleines, aber eigentlich riesengroßes Wunder gewartet. Unser Sohn durfte Anfang des Jahres das Licht dieser Welt erblicken und hat seitdem unser Leben ganz schön auf den Kopf gestellt. Und wir sind Gott so dankbar dafür – auch in den Herausforderungen, die das Leben zu dritt mit sich bringt und dafür, dass er immer noch Herr der Lage ist (und uns zutraut, diesen tollen Kerl gut und nach seinem Herzen zu versorgen und zu erziehen).
Die Zeit des Wartens, eine Zeit zwischen völliger Verzweiflung, Freude für andere, Herausforderung und auch des Leidens ist zu Ende gegangen. Eine lehrreiche Zeit, in der Gott viel an mir geschliffen hat. Vorbei die Kämpfe um Frieden und Freude für andere Paare, bei denen das „Schwanger-werden“ nach 2 -3 Monaten Probieren scheinbar „locker flockig“ funktioniert hat, die einem gut gemeinte Ratschläge gaben, die kein Baby in der Schwangerschaft verloren haben und einfach glücklich ihre Kinder in den Armen halten konnten.
Mein Fazit aus dieser „Wartezeit“ kurz zusammengefasst:
Sei dankbar, in allen Dingen. Gott hat einen Plan. Höre niemals auf zu beten. Zeig dem Feind die Grenzen, er hat kein Recht und keine Macht, dich in deinen Gedanken zu verwirren, dir Lügen in den Kopf zu setzen, dir dein Leben „madig“ zu machen. Entscheide dich vielmehr ihm noch eines „reinzuwürgen“ 😊
In meinem Fall, die Schwangeren in meinem Umfeld zu segnen, die Babys in ihrem Bauch zu segnen, für sie zu beten und Gott zu fragen, ob er etwas besonderes für die Eltern oder die Babys hat und es ihnen dann natürlich zu sagen. Es war wahnsinnig herausfordernd, aber es war zugleich so kraftvoll und besonders!
Eigentlich ein so einfaches Prinzip, diejenigen besonders zu segnen, mit denen man gerade „Probleme“ hat, bei denen es einem schwer fällt. Ein Prinzip, das ich für mein Leben behalten und immer wieder anwenden will.
Nicht umsonst heißt es auch in der Bibel: Liebt eure Feinde, betet für die, die euch verfolgen (euch herausfordern)! (siehe Matthäus 5,44)
Jede Zeit im Leben bringt ihre ganz eigenen Herausforderungen und Wunder mit sich. Die Herausforderungen sind oft direkt sichtbar, die Wunder und Gottes Versorgung in allem hingegen nicht, umso schwieriger wird es dann mit dem „Dankbarsein“.
Ich durfte in unserem Urlaub wieder neu staunen lernen, wie groß der Glaube eines Kindes sein kann und wie weit entfernt ich als Erwachsene manchmal davon bin. Wir waren auf „Tigersuche“ in einem Wildpark. Auf einem Steg, der über einen Teil des riesengroßen Geheges verlief, konnte man schauen, ob man den Tiger entdeckt. Nach langer vergeblicher Suche war ich schon wieder auf dem Weg zum Ausgang und dachte: „Ja gut, das Gehege ist so riesig, dann ist der Tiger eben am anderen Ende und wir haben Pech gehabt.“ Auf einmal rief es hinter mir: „Caro! Caro, kommt schnell, der Tiger ist da!“ Ich hatte die Rechnung ohne meinen Neffen und sein Gebet gemacht – er hatte Gott darum gebeten, dass wir den Tiger noch sehen dürfen und tatsächlich hat Gott diesen Wunsch, dieses Gebet erhört und der Tiger kam aus dem Gebüsch gelaufen, tappte entspannt eine Runde unter dem Steg entlang und verschwand wieder. Ich konnte nur staunen – natürlich über den Tiger, aber vor allem über die Idee des Gebets und wie selbstverständlich es war, dass man Gott auch um so etwas bitten kann. Ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, Gott darum zu bitten, hat sich doch dieses „Erwachsenendenken“: „dann ist es eben so“ sofort in meinem Kopf breit gemacht. Vielleicht kennst du dieses „Erwachsenendenken“ ja auch. Lass uns dieses Denken immer mehr ablegen und eintauschen in das Vertrauen und den Glauben, dass Gott aus unseren „dann ist es ebenso“-Momenten und Situationen etwas anderes machen kann. Es muss nicht immer direkt anders werden, aber es wird sich verändern – dann heißt es, dankbar darauf warten, dass Gott Veränderung schenkt.
Hört niemals auf zu beten – für große Dinge, aber auch für die kleinen Dinge, für Alltagswunder und himmlische Unterstützung im heimischen Chaos, für Heilungen, für Gottesbegegnungen, für die Dinge, bei denen man als Erwachsener sagen würde: „dann ist es eben so…“
Du kannst die Liste bestimmt weiter fortsetzen.
Beten im Vertrauen, dass der Herr eingreift, dass der Herr versorgt, dass er dein Vertrauen in sich und seine Macht und Souveränität wieder erneuert und festigt. Höre nicht auf zu beten – das ist nämlich das „Dämlichste“, was man tun kann. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung – wenn es schwierig wird, dann setze wenigstens einen „Hilfe, ich brauche Gebetsunterstützung-Notruf“ bei deinen Freunden und/oder deiner Family ab, damit sie für dich beten können, wenn deine Kraft dafür schwindet.
Denke daran: Es ist keine Schande, um Hilfe zu bitten, zu sagen, dass man nicht mehr kann, dass man überfordert ist, dass es einem schwerfällt. Es ist eine STÄRKE!
Behalten wir es nämlich für uns, hat der Feind sein Ziel erreicht (es könnten dann Gedanken da sein wie: was sollen die bloß von mir denken, so etwas kann man doch nicht sagen) und beginnt uns immer mehr zu isolieren und zu schwächen.
Auch für solche Herausforderungen und „Täler“ kann/sollte man dankbar sein. Ich weiß, die will immer keiner haben, ich schließe mich hier auch mit ein. Aber am Ende muss uns alles zum Besten dienen, weil wir an Gott glauben (siehe Römer 8,28). Es bringt uns nichts, den Kopf in den Sand zu stecken, alles blöd, anstrengend oder ungerecht zu finden. Wir können damit durchaus eine Weile beschäftigt sein, aber im Endeffekt bringt es uns nicht weiter, sondern raubt uns nur Energie und Lebensfreude. Entscheiden wir uns hingegen dafür, dass wir dennoch fröhlich sein wollen und das Beste aus diesem Tal machen wollen, dann sieht die Lage im Kopf und Herz schon einmal ganz anders aus. Unser Blick wird geöffnet für Gottes Wege, seine Versorgung und für unser persönliches Wachstum. Stürme fordern uns heraus, aber sie stärken uns auch.
Fliege mit Jesus mutig und fröhlich in den nächsten Sturm deines Lebens, höre dabei nicht auf zu beten und sei dankbar in allem (auch wenn du die Ruhe nach und vor dem Sturm genießt 😊)
