VERS DES MONATS – MÄRZ 2022

Hört nie auf zu beten und zu bitten! Lasst euch dabei vom Heiligen Geist leiten. Bleibt wach und bereit. Bittet Gott inständig für alle Christen. (HFA)

Betet immer und in jeder Situation mit der Kraft des Heiligen Geistes. Bleibt wachsam und betet auch beständig für alle, die zu Christus gehören. (NL)

epheser 6,18

Immer wieder beten, in jeder Situation? Reicht es nicht, wenn ich es einmal am Tag oder vor dem Essen tue? Ich glaube, dass es doch etwas wenig ist, wenn wir das Gebet darauf reduzieren würden. Es ist ja eigentlich auch nicht als „Einbahnstraße“ gedacht, so dass ich Gott nur für das Essen danke oder ihm nur meine Gebetswunschliste aufzähle, was ich mir von ihm wünsche würde. Gebet ist so viel mehr. Es ist im Grunde wie das Gespräch mit einem guten Freund oder deinem Partner. Ein Gespräch, bei dem auch etwas „zurückkommt“, bei dem es nicht nur um deine Wünsche geht, sondern auch um Gottes Pläne und Wünsche für dich, dein Leben, dein Umfeld und seinem Reich hier auf der Erde.

Sich vom Heiligen Geist leiten lassen im Gebet – wie geht denn so etwas überhaupt? Wegschauen von den eigenen Wünschen, hinschauen auf das Herz Gottes und den Heiligen Geist bitten die Gedanken und Gebete zu leiten. Klingt im ersten Moment sehr komisch, oder? Dem Heiligen Geist die Leitung der Gedanken zu überlassen, kommen dabei wirklich Gottes Gedanken heraus, oder doch nur meine eigenen Gedanken?

Ich glaube, dass man es lernen kann, diese Gedanken zu unterscheiden, um dann denen vom Heiligen Geist folgen zu können. Nicht umsonst hat uns Jesus schließlich den Heiligen Geist gesandt, als er in den Himmel aufgefahren ist. Er ist unser Ratgeber und täglicher Begleiter, wenn wir es zulassen – wohl gemerkt. Wenn wir nicht damit rechnen oder dem Heiligen Geist auch nicht erlauben, uns zu leiten und auszurüsten, dann macht er es auch nicht.  

In der Kraft des Heiligen Geistes beten. Man könnte auch sagen, nicht aus eigener Kraft beten, sondern die Gebete mit Gottes Power füllen zu lassen. Schließlich ist er derjenige, bei dem unsere Gebete „landen“ und er verleiht ihnen die Kraft auch etwas zu bewegen und zu verändern. Nur in seiner Kraft und Autorität weicht auch der Feind, weil er von Jesus besiegt wurde und wir in Jesu Namen bitten und beten dürfen.

Wachsam und bereit bleiben – aber für was? Wir brauchen doch auch irgendwie unseren Schlaf, schließlich sind wir doch so „gebaut“, dass wir ein paar der 24 Stunden am Tag schlafen müssen, sonst ist unser Körper irgendwann total erschöpft. Das „normale“ Wachsein ist hier aber eigentlich nicht gemeint. Viel mehr ist das Wachsein im Geistlichen gemeint.

Bist du wachsam und erkennst, wenn ein Angriff vom Feind versucht, dich zu treffen?
Bist du wach und bereit, dass Jesus wieder kommen kann? Oder befindest du dich gerade eher noch im „geistlichen Tiefschlaf“?
Bist du bereit, für deinen Glauben an ihn einzustehen, wenn dich jemand danach fragt oder vielleicht sogar deshalb mobbt und bedrängt?

Wenn ich so darüber nachdenke, dann schwankt mein Wachheitszustand doch manchmal von hellwach zu „lass mich noch etwas schlafen“. Einerseits ist das vermutlich ganz normal, aber der Idealzustand sollte eigentlich wach bzw. wachsam sein. Vielleicht ist es auch ein Übungsfeld für dich, hier wieder neu zu starten und „wach zu bleiben“.

Der letzte Teil des Verses erinnert einen auch daran, dass wir nicht alleine an Jesus glauben, sondern es noch viel mehr Menschen gibt, die an ihn glauben. Hier in Deutschland können wir überwiegend relativ entspannt unseren Glauben ausleben oder offen bezeugen. In manchen Regionen fällt es leichter, in anderen ist es eine Herausforderung. Genauso, wie es in jedem Lebensumfeld anders ausfallen kann. Daher um so besser, wenn wir als Christen für einander beten. Zum Beispiel für:

Kraft und Stärke bekommen, um bis zum Ende unseres Lebens (oder Jesu Wiederkunft) durchzuhalten

Weisheit und Mut, um ein Zeugnis für Gott zu sein

Vertrauen und Hoffnung, dass es nicht vergebens ist, was wir für ihn tun und uns alles zum Besten dienen muss (wie es in Römer 8,28 heißt)

Einen wachen Geist, so dass Jesus uns nicht im „geistlichen Tiefschlaf“ vorfindet oder der Feind uns deshalb überrumpeln kann

Einheit und gegenseitige Unterstützung, schließlich ist das Ziel aller Christen das Gleiche (oder sollte das Gleiche sein)

Bewahrung, vor allem dann, wenn wir in Gottes Auftrag unterwegs sind

… dir fallen sicher noch ein paar Dinge ein

Wegschauen von den eigenen Wünschen, Plänen und Zielen. Hören und leiten lassen, was Gott auf dem Herzen brennt, was der Heilige Geist einem z.B. in Gedanken zeigt und dafür beten. Einstehen für andere Christen, für einander beten und Gottes Segen über sie ausschütten.

Klingt doch eigentlich gar nicht so schwer und wäre doch ein guter Vorsatz für diesen Monat, oder?
Viel Erfolg beim Beten in der Kraft des Heiligen Geistes und wachsam bleiben 😊