Lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken.
Hebräer 10,24
Schaut man den Vers davor und danach auch an, dann wird einem klar, dass es eine gute und weise Anleitung ist für ein Leben nach Gottes Herzen bzw. fürs „An-ihm-und-seinem-Herzen-Dranbleiben“.
Haltet an dieser Hoffnung fest, zu der wir uns bekennen, und lasst euch durch nichts davon abbringen. Ihr könnt euch felsenfest auf sie verlassen, weil Gott sein Wort hält. Lasst uns aufeinander achten! Wir wollen uns zu gegenseitiger Liebe ermutigen und einander anspornen, Gutes zu tun. Versäumt nicht die Zusammenkünfte eurer Gemeinde, wie es sich einige angewöhnt haben. Ermahnt euch gegenseitig dabeizubleiben. Ihr seht ja, dass der Tag nahe ist, an dem der Herr kommt.
Hebräer 10,23-25
Manchmal passiert es ja doch, dass man irgendwie keine Lust auf Gemeinde oder Gemeinschaft mit anderen hat, wenn der Hauptgrund für das Treffen Gottesdienst, Gebetstreffen, Kleingruppe für Gespräche und Austausch über Gott oder ähnliches heißt. Manchmal ist das auch völlig in Ordnung, aber wenn es sich einschleift und man immer wieder neue Ausreden findet, um nicht gehen zu müssen – und man auch keine geistliche Alternative hat – dann sollte es ein deutliches Warnsignal für einen selbst sein.
Genau an diesem Punkt braucht es allerspätestens dann auch andere Christen, die aufeinander achten, die nacheinander schauen. Die sich Zeit nehmen und sich auch einmal aufmachen für einen Besuch bei einer Person, wo sie das Gefühl haben: „Ich glaube, es ist gut, einmal nach der Person zu schauen oder nachzufragen, wie es ihr so geht. Habe ich sie doch schon lange nicht mehr gesehen oder gehört.“
Aber auch generell ist es super und mehr als bereichernd, wenn man weiß, wie es den Menschen in seinem Umfeld geht, was sie so beschäftigt, wo sie vielleicht auch Gebetsunterstützung gebrauchen können, oder auch einfach nur, um sich mit ihnen zu freuen, Gemeinschaft zu haben, zu trauern, oder…
Einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken...
Wie macht man denn so etwas? Klar, kann man versuchen jemanden zu motivieren bei einer Aktion dabei zu sein und damit „ein gutes Werk“ zu tun. Ich glaube, es fängt aber auch schon damit an, dass man Menschen spiegelt, welche Gaben und auch welches Potenzial man in ihnen sieht. Was nicht heißt, dass man sie dann automatisch in einen „Dienst“ steckt, sondern vielmehr, dass man ihnen Mut macht, die Gaben und das Potenzial, das Gott in sie hineingelegt hat, zu entfalten. Man spornt sie sozusagen an, zu entdecken und einzusetzen, was Gott ihnen anvertraut hat. Manchmal kann es aber auch gut sein, mit einer konkreten Aufgabe oder Anfrage „um die Ecke“ zu kommen, weil man die Person für diese Aufgabe als geeignet ansieht (und sie selbst niemals auf die Idee gekommen wäre, weil sie zu „klein“ von sich denkt). Achte nur darauf, dass es dann nicht zur Pflicht wird, sondern die Person immer noch die Freiheit hat, es zu prüfen und mit Gott zu besprechen, ob es wirklich ihr „Job“ ist.
Ganz allgemein gilt immer, wenn Gott etwas tun möchte und dir etwas aufs Herz legt, dann wird er auch Wege bahnen, damit du es umsetzen kannst.
Er wird es auch sein, der dir Helfer an die Seite stellt, die dich unterstützen, anspornen und helfen, Gutes zu tun.
Auf wen solltest du diesen Monat besonders achthaben?
Wen könntest du anspornen zur Liebe und zum Gutes-Tun?
