vers Des Monats – August 2021

„Höre meine Worte, Herr, und erhöre mich! Öffne deine Augen, Herr und sieh!“
2.Könige 19,16 (NL)

König Hiskia, von dem dieses Gebet stammt, war mit dem gesamten Volk in Bedrängnis geraten, weil der König von Assyrien auch sein Reich erobern wollte. Der König von Assyrien war sich sicher, dass auch Gott, der Herr, König Hiskia nicht helfen kann, weil bisher noch keine Götter eines Volkes den König von Assyrien aufhalten konnten.

Hiskia bittet Gott um sein Eingreifen: „Herr, unser Gott, rette uns vor seiner Macht, dann werden alle Königreiche der Erde wissen, dass du allein, Herr, Gott bist“ (Vers 19). Und was tut Gott? Er schickt seinen Propheten Jesaja zu Hiskia und lässt ihm ausrichten: „So spricht der Herr, der Gott Israels: Ich habe dein Gebet erhört… Denn ich werde diese Stadt verteidigen und retten – um meiner Ehre Willen und meinem Diener David zuliebe“ (Vers 20-34).

An wen wenden wir uns in Bedrängnis? Wenn Krieg, Krankheit, eine schlimme Diagnose, Streit in der Familie oder ähnliches sich breit macht und andere auch noch sagen: „Dein Gott wird dich nicht retten, dein Glaube wird dir nicht helfen.“?

Halten wir fest am Glauben, an Gottes Schutz und seiner Kraft? Die Flutkatastrophen in unserem Land haben gezeigt, dass unser Besitz hier auf Erden nicht bleibt – von jetzt auf nachher kann alles weg oder zerstört sein. Der Glaube aber und die damit verknüpfte Hoffnung kann uns nicht genommen werden – außer wir lassen es zu!

Die Bedrängnis oder Not löst sich vielleicht nicht gleich in Luft auf, wenn wir Gott um Hilfe, um sein Eingreifen bitten, aber es verändert unsere Perspektive. Weg vom Problem hin zu dem, der alles, die ganze Welt, unser Leben in seiner Hand hält.

Vielleicht hilft es auch zu fragen:
„Wozu, Herr? Wie sehen deine Wege aus, um uns / mich aus diesem Chaos zu retten?
Was kann ich daraus lernen, mitnehmen an Glaubens- und Gottestiefe?“

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es sehr herausfordernd ist in Bedrängnis-, Not- oder Enttäuschungszeiten nach Gottes Perspektive zu suchen und sich die Zusagen Gottes nicht rauben zu lassen. Wenn wir es aber schaffen, uns durchzukämpfen zu seiner Perspektive, zu dem, was wir auch aus diesem „Schrott“ lernen können, wird es zum Segen verwandelt. Nicht nur für uns selbst, sondern auch für andere dürfen wir dann durch diese Erfahrung, durch die neue Perspektive, die uns Gott zeigt, Helfer und ein Segen sein.

Rufe mutig zu Gott, egal was andere über deinen Glauben und Gott denken.
Gott ist für dich da und du bist ihm NICHT egal!
Er versorgt dich, kämpft für dich und geht mit dir auch durch die „dunklen Täler“ des Lebens, damit du schon jetzt, aber auch am Ende des Lebens im Himmel ankommst.