Nachdem die Wertvoll-Adventskalender 2019 so große Freude verbreitet hatten und Gott dadurch doch viele Herzen erreicht hat, entstand bei vielen im Laufe des Herbsts die Frage, ob es wohl wieder welche geben wird. Ich muss ehrlich sagen, ich hasse es etwas zu tun, nur weil man es ein Jahr vorher schon gemacht hat oder eine Aufgabe einmal übernommen hatte und sie jetzt wieder machen sollte – obwohl man eigentlich gar nicht will.
Nachdem im September und Oktober schon ein paar Leute nachgefragt hatten und ich immer antworten musste:
„Ich weiß es noch nicht … vielleicht … mal sehen. Wenn es welche gibt, sage ich dir Bescheid…“, dachte ich dass es wohl doch einmal an der Zeit ist mit Jesus darüber zu reden (ich hatte zu diesem Zeitpunkt nämlich null Motivation).
An dieser Stelle möchte ich anmerken: Es kann Folgen haben, wenn man mit Jesus über solche Sachen spricht.
Es könnte sein, dass man dann einen Job, eine Aufgabe oder ein Projekt bekommt, auf das man eigentlich so überhaupt keine Lust hat.
Aber und das ist das entscheidende an der Sache, Gott überlässt es einem selbst, ob man sich dafür oder dagegen entscheidet.
Er ist auch derjenige, der die nicht vorhandene Motivation oder das noch nicht dafür brennende Herz verändern kann,
wenn man sich für das entscheidet, was Gott mit einem vorhat.
Ich hatte in diesem Fall nach einem Gespräch mit Jesus eine neue Zahl für die Kalender im Kopf und fand sie völlig abgefahren.
80 Kalender und das in nicht mal so kurzer Zeit (hätte ich mal früher nachgefragt, wäre es vielleicht nicht so stressig gewesen…).
Mein Deal mit Jesus war, dass er mir schon sagen musste, welche Bibelstellen ich nehmen sollte, was als Impuls dazu passt und welche Gegenstände dazu sollten – meine Ideen waren zu dem Zeitpunkt nämlich null (was eigentlich die beste Voraussetzung für solche Dinge ist 😉).
Eines Samstags war mein Mann mit seiner Band proben und ich hatte einfach nur Zeit mit Jesus. Am Ende des Tages stand das grobe Gerüst für die 24 Adventskalendertürchen. Ich war selbst noch total fasziniert und konnte es nicht so ganz glauben, was da alles vor mir auf den verschiedenen Zetteln stand. Ausformulieren und die Dinge bestellen und herstellen, kam natürlich noch – aber so die elementaren Teile waren fertig. Ich konnte nur stauen und Gott dafür danken, dass er seinen Teil des Deals eingehalten hatte (und ich jetzt keine Ausrede mehr hatte, um nicht Vollgas für ihn und dieses Projekt zu gegeben). Zu dieser Zeit hat er mein Herz dafür auch wieder in Brand gesetzt.
Die Zahl 80 war für mich immer noch erschreckend hoch, ich hatte zwar vielleicht schon fünf Menschen von denen ich wusste, dass sie gerne wieder einen „Wertvoll-Adventskalender“ haben möchten, aber ob am Ende wirklich alle weg sein würden?
Es war auch ganz schön viel Geld, was man investieren musste, aber es ist gut investiertes Geld – wenn nur eine Frau dadurch näher an Gottes Herz kommt oder merkt, wie wertvoll und geliebt sie ist, dann hat sich alles mehr als bezahlt gemacht. Wir halten es dann doch oft so, wie ein Freund von uns immer zu sagen pflegt, wenn es um Finanzen für Projekte von Gott geht: „Gott zahlt seine Sachen.“ Da alles was wir haben von Gott kommt – also auch unser Geld – sollte er schon auch das Recht haben zu sagen, für was wir es denn einsetzten sollen. Und da er unser Versorger ist, versorgt er uns auch erst recht, wenn wir uns und unser Geld für seine Projekte einsetzen.
Meine Helfer und Helferinnen haben meistens zweimal nachgefragt, ob sie die Zahl auch richtig verstanden haben. Meine Antwort war immer die gleiche:
„Ja, richtig, ich habe ACHTZIG gesagt, es sollen 80 Stück werden und ja ich weiß, es ist verrückt, aber das ist die Zahl, die ich von Gott dafür bekommen habe 😊.“ Auf die Frage: „Hast du dann schon Bestellungen für 80 Stück?“, musste ich antworten mit: „Nein, ich habe nur ein paar Menschen die einen wollen – aber trotzdem werden es 80 Stück.“
Schließlich habe ich Bestellungen getätigt (drei Damen haben wieder ein ganzes Adventskalendertürchen übernommen – so ein Segen!) und schließlich durfte ich die kommenden Wochen (neben meinem normalen Geschäft) damit verbringen Impulse fertig zu schreiben, Gegenstände herzustellen und Adventskalendertürchen einzupacken. Ich bin so dankbar für die ganze Hilfe, die ich erleben durfte und finde es nach wie vor faszinierend, dass trotz Coronabeschränkungen, die nur Treffen mit einem weiteren Haushalt zugelassen haben, es dennoch geklappt hat alles einzupacken.
Als Bonus gab es dann noch gute Gespräche mit Menschen, die einem beim Einpacken geholfen haben – bis man ein Adventskalendertürchen, also 80 Päckle, gepackt hatte dauerte es mitunter schon einmal einen ganzen Abend. Man muss ja auch lernen immer das Positive in solchen Dingen zu sehen 😊.
Die Info, dass es wieder Wertvoll-Adventskalender geben wird hat sich ziemlich schnell verbreitet. Nach und nach kamen dann auch die Bestellungen bei mir an und schließlich war irgendwann die 80 Stück erreicht und bei dieser Zahl blieb bis kurz vor dem 1.Dezember – ich hätte eigentlich sogar noch fünf mehr brauchen können😅 So unglaublich, dass die Zahl von Gott einfach gepasst hat, es Menschen auf dem Herzen hatten die Kalender entweder selbst zu behalten oder weiter zu verschenken. Manche der Kalender haben es sogar bis in den Norden Deutschlands geschafft und wurden mit der Post versendet. Schlussendlich haben 1.920 Päckle in 80 Kisten / Körben unser Haus verlassen und durften Frauen (oder manchmal auch ganzen Familien) eine Freude in der Adventszeit machen.
Mich faszinieren Gottes Pläne und seine Art Dinge anzugehen oder Menschen zu erreichen mit seiner Botschaft, mit seiner Liebe. So besonders, wie er einem für eine Aufgabe oder solch ein Projekt auch die passenden Menschen an die Seite stellt, die Ideen schenkt und auch das alles doch noch irgendwie rechtzeitig fertig wird (ich habe meiner Tante ja gesagt: „Falls ich es noch einmal mache, fange ich nächstes Mal früher an 😊!“ – Mal sehen, ob der Vorsatz beim nächsten Mal klappt, falls es ein nächstes Mal gibt 😉).
Gott hat eben alles im Griff, plant mit Weitsicht, die uns doch manchmal fehlt, weiß um die Herzen und um alles was seine Kinder hier auf der Erde brauchen (selbst für einen Adventskalender für mich hat er gesorgt – klingelt es eines Tages an der Tür und eine Freundin bringt mir einen selbstgemachten Kalender für mich vorbei, so cool 😊).
Wie am Anfang bereits erwähnt, ich bin nicht so der Freund von Traditionen oder man muss es machen, weil man es schon einmal gemacht hat. Solche oder ähnliche Projekte für den Herrn nur zu tun, damit sie gemacht ist, ist meistens keine gute Idee, da fehlt dann doch das Herz bei der Sache (in meinem Fall dann auch das Gebet für jedes einzelne Päckle, dass es das Herz erreicht und genau richtig ist für die Person, die es bekommt und sie damit etwas anfangen kann).
Wir können selbst entscheiden, ob wir ein Projekt oder ähnliches für ihn übernehmen.
Wir sollten aber prüfen, ob es wirklich sein Plan ist oder ob man es aus Pflichtbewusstsein oder Wohlgefallen gegenüber Menschen tut.
Ich habe in meinem Fall mit Jesu darüber gesprochen und konnte mich dann entscheiden, nehme ich es an und investiere ich mich in das Projekt oder ignoriere ich Gottes eigentlichen Plan für mich und dieses Projekt. Du kannst also selbst entscheiden was du tust oder nicht und musst dann aber auch mit den entsprechenden Konsequenzen leben (in meinem Fall unsere Homebase vorübergehen in ein Geschenkelager und Bastelwerkstatt verwandeln und 80 Wertvoll-Adventskalender zu machen).
Ich habe mich bewusst dafür entschieden (obwohl es aus meiner Sicht völlig verrückt war), aber er hat mir alles dafür zur Verfügung gestellt, was dafür nötig war und hat mein Herz für die Sache wieder in Brand gesetzt. Aus den Rückmeldungen weiß ich, dass er seinen Segen auf dieses Projekt gelegt hat und es dadurch zu einer noch segensreicheren Adventszeit für viele geworden ist.
Tu die Dinge, die du für den Herrn tust, aus vollem Herzen, sei dabei nah an seinem Herz, arbeite aus seiner Kraft heraus und versuch nicht es aus eigener Kraft zu schaffen. Sei wachsam und höre was seine Pläne für dich sind, damit du weißt, wann du auch einmal etwas ganz entspannt sein lassen darfst (ohne nachher ein schlechtes Gewissen zu haben, weil es eigentlich schon zu einer Tradition geworden ist und man es doch nicht einfach sein lassen kann – wenn es nicht Gottes Plan ist, kann man es sein lassen 😉)
„Alles was ihr tut, dass voll Eifer und Freude, als würdet ihr dem Herrn dienen und nicht den Menschen.“
Bibel, Kolosser 3,23







